Manuelle Lymphdrainage

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine Therapieform die ihren Ursprung in der klassischen Massage hat. Sie wurde in den 1950er Jahren von dem dĂ€nischen Ehepaar Emil Vodder (Physiotherapeut) und Estrid Vodder entwickelt. Die Anwendungsbereiche sind breit gefĂ€chert. Sie dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, z.B. nach Verletzungen, Operationen oder nach Tumorentfernungen.

Manuelle Lymphdrainage ist eine zertifizierte Zusatzausbildung fĂŒr Masseure und Physiotherapeuten die vom Arzt verordnet werden muss und - wenn man darauf spezialisiert ist - auf gesonderte Weise mit den Krankenkassen abgerechnet werden muss.

Der Lymphtherapeut behandelt alle Arten von Schwellungen, die durch eine ĂŒbermĂ€ĂŸige Ansammlung von Gewebswasser zustande gekommen sind. Beispiele dafĂŒr sind geschwollene Beine bei Bindegewebs- oder VenenschwĂ€che, bei Schwangerschaft oder Herzproblemen oder auch Schwellungen nach Verletzungen oder Operationen. In der Kopfschmerzbehandlung nimmt die Lymphdrainage gezielt Einfluss auf das unbewusste, das vegetative Nervensystem und sorgt so fĂŒr eine Weitstellung der GefĂ€ĂŸe im Kopfbereich. Die „Spannung“ wird reguliert, der Kopfschmerz lĂ€sst nach. In der Kindertherapie findet sie vor allem Anwendung bei Kopfschmerzbehandlungen, Kieferbeschwerden und Schwellungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen.

Die Ziele der Manuellen Lymphdrainage sind genau so vielfĂ€ltig wie ihre Anwendungsgebiete. Es ist eine sehr sanfte Behandlung, bei der die Haut gegen die Unterhaut verschoben wird. Sie nimmt Einfluss auf das vegetative Nervensystem. Dadurch tritt zum einen eine gewisse Ruhe & Entspannung ein, zum anderen werden die GefĂ€ĂŸe weit gestellt und der natĂŒrliche Lymphfluss angeregt. Durch die speziellen Handgriffe, wird die FlĂŒssigkeit im Gewebe in eine bestimmte Abflussrichtung transportiert.

Die Lymphe ist Teil unseres Abwehrsystems. Die Lymphknoten wirken als „Schleusen“, die die Flussgeschwindigkeit regulieren, neue Abwehrzellen produzieren und Keime und körperfremde Stoffe filtern. Sollten Sie bei sich oder ihrem Kind einen bevorstehenden Infekt vermuten, sollte man eine Therapiepause einlegen. Der beschleunigte Lymphfluss kann dazu fĂŒhren, dass das Abwehrsystem nicht ausreichend wirken und die Krankheit unter UmstĂ€nden stĂ€rker ablaufen kann als gewöhnlich. Als lymphflĂŒssige Lasten bezeichnet man Stoffe, die den Lymphfluss verlangsamen. Dies können z.B. Stoffwechselabfallprodukte nach schwerer körperlicher BetĂ€tigung, Cholesterin oder Eiweiße bei ĂŒbermĂ€ĂŸigen Verzehr oder Metastasen sein. Auch ein verstĂ€rkter zufĂŒhrender Blutstrom, z.B. bei EntzĂŒndungen oder exzessiven Sport, ein zu schwacher Blutabfluss, z.B. bei VenenschwĂ€che, können zu einem verlangsamten Lymphabfluss fĂŒhren.

Ist eine Indikation gegeben sollte so frĂŒh wie möglich und so hĂ€ufig wie möglich behandelt werden. Je lĂ€nger eine „Schwellung“ besteht, desto lĂ€nger kann es unter UmstĂ€nden dauern um sie wieder abzutransportieren. Die RegelmĂ€ĂŸigkeit der Therapie ist daher fĂŒr den Erfolg unbedingt erforderlich.

Sollten Sie noch Fragen zu dieser Therapie haben, dann sprechen Sie uns gerne an.